Haus mit Satteldach

Bauen | Ratgeber

Satteldach: Alles übers klassische Giebeldach


Das Satteldach ist der Klassiker unter den Dachformen und in ganz Europa weit verbreitet. Eine einfache Konstruktion, Vielseitigkeit und die geringen Kosten sind die größten Pluspunkte: Erfahrt hier alles über die Vorteile, Nachteile und Preise von Satteldächern.

  1. Was ist ein Satteldach?
  2. Neigung beim Satteldach
  3. Konstruktion von Giebeldächern
  4. Die Dämmung eins Satteldachs
  5. Die Eindeckung bei einem Giebeldach
  6. Vorteile und Nachteile von Satteldachhäusern
  7. Das kostet ein Satteldach
  8. Beispielhäuser: 5 Fertighäuser mit Satteldach unter 200.000 Euro

Das Satteldach, auch Giebeldach genannt, ist im Hausbau seit Jahrzehnten die Nummer eins. Architektonisch bietet es viel Freiheit. Grund dafür sind die einfache Bauweise und die hohe Flexibilität beim Neigungswinkel. Die Konstruktion lässt sich optimal an die klimatischen Bedingungen anpassen. So findet man in Regionen mit viel Wind und Regen vermehrt Satteldachhäuser mit steilen Flächen. Wo häufig Schneemassen drohen, sind niedrigere Satteldächer beliebt.

Für Hausbauer, die sich eine kostengünstige Dachform mit Gestaltungsspielraum wünschen, kann das Satteldach die ideale Lösung sein.

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Was ist ein Satteldach?

Zeichnen Kinder ein Haus, so malen sie meist intuitiv ein Satteldach. Kein Wunder, diese Dachform prägt schließlich die meisten Wohngegenden in Deutschland. Man erkennt klassische Satteldächer an den zwei gleichförmigen, gegenüberliegenden Dachflächen. Diese laufen mittig über dem Haus zusammen, zum sogenannten Dachfirst.

Daneben gibt es eine Vielzahl an Varianten: Bei asymmetrischen Satteldächern ist der Dachfirst seitlich versetzt. Daraus ergeben sich unterschiedlich große Dachflächen. Auch die Neigung und Höhe der Dachtraufen können variieren. Obwohl Satteldächer also weit verbreitet sind, lassen sich damit individuelle Akzente setzen. Das zeigt unser Praxisbeispiel eines Bungalows mit Satteldach.

Aufbau Satteldach

Neigung beim Satteldach

Die Neigung beim Satteldach beträgt hierzulande in der Regel zwischen 35 und 45 Grad. Sie ist meist an baurechtliche Vorgaben im Bebauungsplan geknüpft.

Außerdem sollte der Neigungswinkel an die klimatischen Gegebenheiten angepasst sein. Je mehr Regen fällt, desto sicherer ist ein steiles Satteldach. Hier kann das Wasser schnell abfließen. Bei häufigem Schneefall hingegen ist eine niedrigere Konstruktion sinnvoll. So lässt sich ein unkontrolliertes Abrutschen der Schneemassen eher vermeiden.

Konstruktion von Giebeldächern

Im Gegensatz zum vierflächigen Walmdach ist die Konstruktion von Satteldächern simpel: Es gibt zwei Giebelseiten sowie zwei geneigte Dachflächen, die sich gegenüber liegen. Die Fertigung des Dachstuhls ist mit einem vergleichsweise geringen Arbeits- und Materialaufwand verbunden. In der Regel kommen ein sogenanntes Sparrendach oder Pfettendach zum Einsatz.

Die Dämmung eins Satteldachs

Für die Dämmung eines Satteldachs stehen Hausbauern, wie bei allen anderen Steildächern, verschiedene Methoden zur Verfügung: Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung oder Kombinationen davon sind üblich.

Bei modernen Giebelhäusern wird das Dachgeschoss häufig ausgebaut und als Wohnraum genutzt. Ist dies nicht der Fall, lassen sich Kosten sparen: Es genügt dann in der Regel, lediglich den Bereich zwischen Dachboden und Obergeschoss zu dämmen. Dafür eigenen sich beispielsweise eine Holzfaserdämmung oder Holzwolledämmung. Hier findet ihr einen passenden Vergleich & Kosten von natürlichen Dämmstoffen.

Die Eindeckung bei einem Giebeldach

Bei der Dacheindeckung sind Hausbauer flexibel. Die Auswahl hängt vom Budget, dem persönlichen Geschmack und möglichen baurechtlichen Vorgaben ab. Dachziegel oder Dachpfannen sind ebenso realisierbar wie Schiefer, Kupfer und Titanzink. Für eine Dachbegrünung sind Satteldächer in der Regel zu steil. Hier ist eine Neigung bis maximal 15 Grad üblich. Wer trotzdem ökologisch bauen möchte, sollte über eine Photovoltaik-Anlage nachdenken.

Erfahrt hier alles über die verschiedenen Möglichkeiten der Dacheindeckung – mit Infos über Kosten, Langlebigkeit und Regeldachneigung.

Photovoltaik-Anlage auf dem Satteldach

Giebeldächer sind wegen der geneigten Dachflächen gut für Photovoltaik-Anlagen geeignet. Ihr könnt sowohl Aufdach- als auch Indach-Module sowie Solardachziegel einsetzen. Zu beachten sind dabei die Ausrichtung des Hauses Richtung Süden und die optimale Dachneigung. Zur Gewinnung von Solarenergie werden in Deutschland 30 Grad empfohlen.

Tipp: Der Staat unterstützt den Einbau von PV-Anlagen. Welche Fördermöglichkeiten es für Photovoltaik gibt, erfahrt ihr hier.

Satteldach mit Solaranlage
Voraussetzung für eine Photovoltaikanlage auf dem Satteldach: Eine Seite muss nach Süden ausgerichtet sein.

Vorteile und Nachteile von Satteldachhäusern

Satteldächer sind nicht ohne Grund so beliebt. Neben der zeitlosen Optik sprechen weitere Punkte für ein Giebeldach:

  • einfache Konstruktion
  • hohe Flexibilität bei der Gestaltung
  • hohe Witterungsbeständigkeit
  • geringer Pflegeaufwand
  • bauliche Besonderheiten wie Gauben umsetzbar
  • nutzbar für die Gewinnung von Solarenergie
  • Dachgeschoss als Wohnraum nutzbar

Dem gegenüber stehen ein paar wenige negative Faktoren, über die sich Hausbauer im Klaren sein sollten:

  • eingeschränkter Lichteinfall im Dachgeschoss
  • vergleichsweise kostspieliger Einbau von Dach- oder Giebelfenstern
  • viel Schräge und Wohnraumverlust bei steilen Giebeldächern

Das kostet ein Satteldach

Die Gesamtkosten beim Satteldach sind von der Art der Dämmung und Dacheindeckung abhängig sowie von der Dachneigung.

Die Errichtung eines Satteldachs inklusive Material kostet im Schnitt 65 Euro pro Quadratmeter. Rechnet man sämtliche Dachdeckerarbeiten zusammen, fallen bei einem Einfamilienhaus mit 120 bis 160 Quadratmetern insgesamt zwischen 25.000 und 35.000 Euro an.

Beispielhäuser: 5 Fertighäuser mit Satteldach unter 200.000 Euro

1. Doppelhaus Behringen 116 von Town & Country Haus

Leben unter einem (Sattel-)Dach zum kleinen Preis. Die hier dargestellten Preise beziehen sich auf eine Doppelhaushälfte. Auf Wunsch ist das Doppelhaus Behringen 116 von Town & Country Haus auch mit Keller sowie als Energiesparhaus erhältlich.

2. Vita Prima 127 von Kager Haus

Hell, einladend und warm – das sind (aufgrund der großen Glaselemente) die Attribute des Modells Vita Prima 127 von Kager Haus. Dabei befinden sich im Dachgeschoß ausgesprochen schöne und helle Kinderzimmer sowie ein ansprechendes Elternschlafzimmer inklusive Ankleide.

3. Klassisch 148 von Fischerhaus

Ein besonderes, architektonisches Highlight des Hauses 148 von Fischerhaus ist ein in das Satteldach integrierter Glaserker mit sechs Metern Höhe, der die Sonne im Haus begrüßt und den Garten mit dem Haus verbindet.

4. Juno 100 von Fingerhaus

Wie bei allen Juno-Varianten von Fingerhaus hat auch das Modell 100 ein separates Arbeitszimmer im Erdgeschoss, das natürlich auch als Gästezimmer genutzt werden kann. Der Zugang erfolgt über einen separaten Flur, der auch den Hauswirtschaftsraum und das WC vom Wohnbereich trennt.

5. Sunshine 143 V3 von Living Fertighaus

Beim Fertighausmodell Sunshine 143 V3 von Living Fertihaus ist die große Wohneinheit aus Wohn- und Esszimmer mit offener Küche im Erdgeschoss das Herz des Hauses. Neben dem Satteldach bieten noch weitere Dachvarianten und Architektur-Accessoires flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Ihr seid euch bei der Dachform noch nicht sicher und sucht Unterstützung bei eurem Bauvorhaben? Dann schaut euch doch mal den Wohnglück-Service: Bauplanung an.

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